Mittwoch, 21. Dezember 2011

Gib nicht auf

 

"Wenn du in die Enge getrieben wirst und sich alles gegen dich zu wenden scheint, bis es so aussieht, als ob du es nicht eine Minute länger aushalten kannst, gib nicht auf, denn das ist genau der Augenblick, in dem das Blatt sich wendet..."

 

"Kun sinulla on tiukka paikka ja kaikki menee pieleen,
ja juuri kun sinusta tuntuu, ettet jaksa enää hetkeäkään,
niin älä luovuta, koska vuorovesi on juuri silloin kääntymässä." 


"When you get into a tight place and everything goes against you,
till it seems as though you could not hang on a minute longer,
never give up then, for that is just the place and time that the tide will turn
."

 


~ Harriet Beecher-Stowe


Samstag, 17. Dezember 2011

Monochrome no Kisu

The monochrome blows 
Through our colorless encounter.
I shall entrust each of my pains to you


The unforgiving autumn,
Which forcefully traces my scars, comes
While your cool fingers still beckon me


After I'd melted, you tenderly save
The troublesome, icy me
And toy around with me with a kiss


Nevertheless, I search for a single form of love
Your dried eyes tied it to the present from a time far beyond
If I can, I want to end while shrouded this like
Together, we concealed our pale selves; the moon is hiding, too


How many nights
Did I come to love since then?
In the sea of dependence, 

I forget to even breathe

Even with your captivation, 
you only leave behind a tepid warmth
In the art of knowing when to quit
I dislike your conceited kisses


Don't leave me alone, perceive and color me already
What words will slip out of your room?
Being confused, falling asleep - 

Will you tell me about things beyond those?
Only the moon is looking at the sighs lost in the questions of smiles


When the next long needle points to the ceiling
You won't be around anymore
I won't need you anymore


Nevertheless, I definitely searched for a form of love
Your teary eyes tied it to the present from a time far beyond
If I can, I want to end while shrouded this like
Your wish and the night bring morning along in vain


Paint it with a tender, passionate, yet cowardly kiss


The moon illuminates our final night


glücklich :)

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Vergessen

- Feuer! Ich bin in der Hölle!

Vergiss das! Gib diese Erinnerung auf. Sie ist unproduktiv.
Lass es. Geh ins Wunderland.

- Ich kann nicht. Ich bin gefangen... im Früher.


Nein, Alice! Lösche diese Wahnvorstellung.
Vergiss sie. Geh ins Wunderland.

- Lieber nicht, Doktor. Mein Wunderland liegt in Trümmern.
Für mich ist es tot.
 





/Aber ich will vergessen! 
Wer will denn allein sein, gefangen in den Trümmern seiner Erinnerungen?/


Alice: Madness Returns

Dienstag, 13. Dezember 2011

Just as it comes, it goes;
you cannot hold on to it,
you cannot cling to it.
The breeze comes like a whisper.
It does not make noise,
it does not make proclamations;
it comes In very silently,
you cannot hear it-
suddenly it is there.
And that's how God comes,
truth comes,bliss comes,
love comes, they all come in a whisperlike manner,
not with trumpets and drums.
They suddenly come without
even having an appointment,
without even asking you,
“May I come in?"-
they just suddenly come.
And that's how the breeze comes:
One moment it is not there,
another moment it is.

And the second thing:
Just as it comes, it goes;
you cannot hold on to it,
you cannot cling to it.
Enjoy it while it is there,
and when it goes, let it go.
Be thankful that it came.
Don't hold any grudge,
don't complain.
When it goes,
it goes-nothing can be done about it.

But we are all clingers.
When love comes,
we are very happy,
but when it goes we are very hurt.
That is being very unconscious, ungrateful - misunderstanding.
Remember, it comes in one way,
now it is going in the same way.
It did not ask to come...
why should it ask now if it can go?
It was a gift from the beyond, mysterious,
and it has to go in the same mysterious way.
If one takes life as a breeze,
then there is no clinging,
no attachment, no obsession,
one simply remains available,
and whatever happens is good.

Osho
 

Freitag, 9. Dezember 2011

Wie weißes Papier

Niin kuin paperi. Ich kaufe immer wieder Notizbücher. Farbig bedruckt, obenauf besondere Muster, mit Stoff, aus Leinen, im exotischen Stil, im Fernländerstil - von außen. Und innen: Ganz weiß.

Du hast gesagt, ich sei aus Gold. Und dass ich allein heimgehen kann, wenn ich will. Ich wollte nicht. Aber ich kann allein heimgehen, wenn ich will. Ich sagte: "Ich bin hier nicht zu Hause." Vielleicht hast du dich weggesetzt oder gelacht, vielleicht hast du gesagt: "Hm." oder "Ok." Du hast oft Ok gesagt. Als ich dir Schokolade gekauft habe. Als du mir den Duschmotor eines Hornetfliegers erklärt hast. Als du dachtest, du könntest kein Unteroffizier sein. Als ich dir schrieb wie froh ich bin, dich zu kennen. Hm. Das ist Ok. Dir geht's Ok. So wie immer. Niin kuin aina. Niin kuin valkoinen paperi. Wie weißes Papier. Ich weiß alles über Duschmotoren.

Ich schreibe nicht gern in schöne Notizbücher mit weißen Seiten. Sie sind zu besonders, zu wertvoll, zu schön. Ich hebe sie auf. Jahrelang. Bis ich ausversehen Kaffee darauf verschütte, oder Leim.

Ich habe goldene Sterne auf dein Geschenkpapier geklebt. Die Sterne sind mir beim Kleben dauernd vom Tisch gefallen. Einfach so. Sie waren überall. Ich habe sie alle wieder aufgelesen. Du sagtest, ich sei aus Gold und "Ok." und "Hm." und
"Du solltest kehren, hier liegt irgendwas."

Goldenes.

Jotain kultaista.

Und dann hast du mir die Relativitätstheorie erklärt. Ich dachte daran, zu weinen. Einfach so. Wer mit Lichtgeschwindigkeit fliegt, altert langsamer. Für ein gutes Feuer braucht es das richtige Holz. Eigentlich bist du aus Gold, Jultsu.

Ich weiß alles über Relativität. Über die finnische Luftwaffe. Über Duschmotoren. Und nichts davon hat mich gemeint, mit nichts davon hast du mich beschrieben.

Nicht wie Gold. Sondern: niin kuin paperi. Wie Papier.
Einfach nur wie schönes, weißes Notizpapier war ich für dich.

Ich hätte heimgehen sollen,
aber ich war nicht zu Hause.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Entträumt

Alter Traum, endlich
verschlief ich dich.
Von Dauer sind     
Nächte, Sterne und
schöne Geschichten nicht.

Hielt ich dich heute noch wach, ich stellte
verrostete Zelte ins Land. Du doch
hast dich selbst entworfen und verworfen
und abgebrannt.

Und mit diesen letzten Zeilen
sag ich: Lass mich weitergehn. Ich liebte
den Traum, ja, ich liebte

das Sinken,
das Auferstehn.




* * *



und einmal erhebt sich die welt
wenn du dich vergisst,
zeigt sich, was für ewig ist
/welcher stern in dir nicht fällt/

* * *

Samstag, 3. Dezember 2011

und der Himmel, weiß

Grau die Wolken, ziehen dahin,
wo die Dächer rot sind, doch nicht so rot
wie die davor im dunklen Ast verweilenden Beeren,
wohin hinauf ein Blatt weht. Gelb,
doch nicht so gelb wie einer meint,
der zwischen Haus und Wand durch blinde Pfützen stürzt,
wo jeder Tropfen bleibt ohne Farbe.

Freitag, 18. November 2011

Winter

Schließe jetzt die Lider, wer Augen hat
aus aufgebrochenen Tagen, wie reife Früchte
im Sommer auf den Gartenwiesen.
Halten wir den Duft in Erinnerung, die Farben in uns,
den alten Zaun, dahinter gelbe Felder.
Jetzt liegt alles brach. Still werden wir.
Wir sind der Winter,
seine Kerzen.